Düsseldorfer Tabelle 2026 – Aktuelle Werte, Erläuterungen und Download
Die Düsseldorfer Tabelle 2026 ist die bundesweit maßgebliche Richtlinie zur Berechnung des Kindesunterhalts in Deutschland. Die Fachanwaltskanzlei Kaschube stellt Ihnen auf dieser Seite die aktuellen Werte der Düsseldorfer Tabelle, gültig ab dem 01. Januar 2026, vollständig und verständlich aufgeschlüsselt zur Verfügung – inklusive kostenlosem Download als PDF, CSV und DOC.
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Erstellt von der Fachanwaltskanzlei Kaschube | Gültig ab 01.01.2026 | Mit allen aktuellen Werten
Was ist die Düsseldorfer Tabelle?
Die Düsseldorfer Tabelle ist eine vom Oberlandesgericht Düsseldorf in Zusammenarbeit mit anderen Oberlandesgerichten und dem Deutschen Familiengerichtstag erstellte Richtlinie zur Bemessung des Kindesunterhalts gemäß § 1612a BGB. Sie wurde 1962 eingeführt und wird regelmäßig den wirtschaftlichen Verhältnissen angepasst. Obwohl die Düsseldorfer Tabelle keine unmittelbare Gesetzeskraft besitzt, wird sie von den deutschen Familiengerichten bundesweit als maßgebliche Orientierungshilfe herangezogen.
Die Tabelle richtet sich nach dem bereinigten Nettoeinkommen des barunterhaltspflichtigen Elternteils sowie nach dem Alter des Kindes und legt für 15 Einkommensstufen und 4 Altersgruppen die jeweiligen Unterhaltsbeträge fest.
Düsseldorfer Tabelle 2026 – Bedarfssätze (Tabellenbeträge)
Die folgende Tabelle zeigt die Bedarfssätze (Tabellenbeträge) in Euro, gültig ab dem 01.01.2026. Dies sind die gesetzlichen Unterhaltsbedarfsbeträge vor Abzug des Kindergeldes.
| Stufe | Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen (€) |
Altersstufen in Jahren (§ 1612a I BGB) – Beträge in € | Prozent (%) |
Bedarfs- kontrollbetrag (€) |
|||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 0–5 | 6–11 | 12–17 | ab 18 | ||||
| 1. | bis 2.100 | 486 | 558 | 653 | 698 | 100 | 1.200 / 1.450 |
| 2. | 2.101 – 2.500 | 511 | 586 | 686 | 733 | 105 | 1.750 |
| 3. | 2.501 – 2.900 | 535 | 614 | 719 | 768 | 110 | 1.850 |
| 4. | 2.901 – 3.300 | 559 | 642 | 751 | 803 | 115 | 1.950 |
| 5. | 3.301 – 3.700 | 584 | 670 | 784 | 838 | 120 | 2.050 |
| 6. | 3.701 – 4.100 | 623 | 715 | 836 | 894 | 128 | 2.150 |
| 7. | 4.101 – 4.500 | 661 | 759 | 889 | 950 | 136 | 2.250 |
| 8. | 4.501 – 4.900 | 700 | 804 | 941 | 1.006 | 144 | 2.350 |
| 9. | 4.901 – 5.300 | 739 | 849 | 993 | 1.061 | 152 | 2.450 |
| 10. | 5.301 – 5.700 | 778 | 893 | 1.045 | 1.117 | 160 | 2.550 |
| 11. | 5.701 – 6.400 | 817 | 938 | 1.098 | 1.173 | 168 | 2.850 |
| 12. | 6.401 – 7.200 | 856 | 983 | 1.150 | 1.229 | 176 | 3.250 |
| 13. | 7.201 – 8.200 | 895 | 1.027 | 1.202 | 1.285 | 184 | 3.750 |
| 14. | 8.201 – 9.700 | 934 | 1.072 | 1.254 | 1.341 | 192 | 4.350 |
| 15. | 9.701 – 11.200 | 972 | 1.116 | 1.306 | 1.396 | 200 | 5.050 |
Zahlbeträge nach Kindergeldabzug (ab 01.01.2026)
Die nachfolgende Tabelle zeigt die tatsächlichen Zahlbeträge, die der unterhaltspflichtige Elternteil monatlich an das Kind zu zahlen hat, nach Abzug des hälftigen Kindergeldes von 129,50 € (bei Minderjährigen) bzw. des vollen Kindergeldes von 259,00 € (bei Volljährigen ab 18 Jahren).
| Stufe | Nettoeinkommen (€) | 0–5 Jahre (Zahlbetrag) |
6–11 Jahre (Zahlbetrag) |
12–17 Jahre (Zahlbetrag) |
ab 18 Jahre (Zahlbetrag) |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | bis 2.100 | 356,50 | 428,50 | 523,50 | 439,00 |
| 2. | 2.101–2.500 | 381,50 | 456,50 | 556,50 | 474,00 |
| 3. | 2.501–2.900 | 405,50 | 484,50 | 589,50 | 509,00 |
| 4. | 2.901–3.300 | 429,50 | 512,50 | 621,50 | 544,00 |
| 5. | 3.301–3.700 | 454,50 | 540,50 | 654,50 | 579,00 |
| 6. | 3.701–4.100 | 493,50 | 585,50 | 706,50 | 635,00 |
| 7. | 4.101–4.500 | 531,50 | 629,50 | 759,50 | 691,00 |
| 8. | 4.501–4.900 | 570,50 | 674,50 | 811,50 | 747,00 |
| 9. | 4.901–5.300 | 609,50 | 719,50 | 863,50 | 802,00 |
| 10. | 5.301–5.700 | 648,50 | 763,50 | 915,50 | 858,00 |
| 11. | 5.701–6.400 | 687,50 | 808,50 | 968,50 | 914,00 |
| 12. | 6.401–7.200 | 726,50 | 853,50 | 1.020,50 | 970,00 |
| 13. | 7.201–8.200 | 765,50 | 897,50 | 1.072,50 | 1.026,00 |
| 14. | 8.201–9.700 | 804,50 | 942,50 | 1.124,50 | 1.082,00 |
| 15. | 9.701–11.200 | 842,50 | 986,50 | 1.176,50 | 1.137,00 |
Neuerungen in der Düsseldorfer Tabelle 2026
Die Düsseldorfer Tabelle 2026 trat gemäß der Siebten Verordnung zur Änderung der Mindestunterhaltsverordnung vom 21. November 2024 zum 01. Januar 2026 in Kraft. Gegenüber der Tabelle 2025 ergeben sich folgende Änderungen:
- Der Mindestunterhalt für Kinder von 0 bis 5 Jahren stieg von 482 € auf 486 € (+4 €)
- Der Mindestunterhalt für Kinder von 6 bis 11 Jahren stieg von 554 € auf 558 € (+4 €)
- Der Mindestunterhalt für Kinder von 12 bis 17 Jahren stieg von 649 € auf 653 € (+4 €)
- Der Bedarfssatz für Kinder ab 18 Jahren stieg von 693 € auf 698 € (+5 €)
- Das Kindergeld stieg von 255 € auf 259 € je Kind monatlich
- Die Einkommensstufen und der Bedarfskontrollbetrag blieben unverändert
So lesen Sie die Düsseldorfer Tabelle richtig
Um den korrekten Unterhaltsbetrag zu ermitteln, gehen Sie in folgenden Schritten vor:
1. Bereinigtes Nettoeinkommen ermitteln: Ausgangspunkt ist das tatsächliche monatliche Nettoeinkommen des unterhaltspflichtigen Elternteils. Davon werden in der Regel 5 % als berufsbedingte Aufwendungen abgezogen (Pauschale für Fahrtkosten, Berufskleidung etc.). Das Ergebnis ist das „bereinigte Nettoeinkommen”.
2. Einkommensstufe bestimmen: Auf Basis des bereinigten Nettoeinkommens wird die Einkommensstufe (1–15) in der linken Spalte der Tabelle ermittelt. Wichtig: Die Tabelle geht vom Regelfall aus, dass der Unterhaltspflichtige für genau zwei Personen unterhaltspflichtig ist. Bei nur einer unterhaltsberechtigten Person rückt er in die nächsthöhere Einkommensstufe; bei drei oder mehr Unterhaltsberechtigten in die nächstniedrigere.
3. Altersgruppe des Kindes festlegen: Die vier Altersgruppen sind 0–5 Jahre, 6–11 Jahre, 12–17 Jahre und ab 18 Jahre. In der Spalte der zutreffenden Altersgruppe finden Sie den Tabellenbetrag.
4. Kindergeld abziehen: Von dem Tabellenbetrag wird das hälftige Kindergeld (129,50 € ab 2026) bei minderjährigen Kindern abgezogen. Bei volljährigen Kindern wird das volle Kindergeld (259 €) abgezogen. Das Ergebnis ist der tatsächliche monatliche Zahlbetrag.
Der Bedarfskontrollbetrag
Der Bedarfskontrollbetrag stellt sicher, dass dem unterhaltspflichtigen Elternteil nach Abzug des Unterhalts noch ein ausreichendes Einkommen verbleibt, um seinen eigenen Lebensbedarf zu decken. Er ist nicht identisch mit dem Selbstbehalt. Würde der Unterhaltspflichtige nach Zahlung des Tabellenbetrages unter den Bedarfskontrollbetrag fallen, ist er in die nächstniedrigere Einkommensstufe einzustufen.
Der Selbstbehalt (Mindestbetrag, der dem Unterhaltspflichtigen stets verbleiben muss) liegt ab 2026 bei:
- Erwerbstätige: 1.450 € monatlich
- Nicht-Erwerbstätige: 1.200 € monatlich
Unterhalt für volljährige Kinder
Für volljährige Kinder, die einen eigenen Hausstand führen (einschließlich Wohngemeinschaften), beträgt der angemessene Unterhaltsbedarf pauschal 990 Euro monatlich (2026 unverändert gegenüber 2025). Darin sind bis zu 440 € für Unterkunft inkl. umlagefähiger Nebenkosten und Heizung enthalten. Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sind hierin nicht enthalten. Bei einem erhöhten Bedarf oder einer besonderen Lebensstellung der Eltern kann von diesem Pauschalwert nach oben abgewichen werden.
Unterhalt beim Wechselmodell
Beim Wechselmodell (paritätisches Wechselmodell), bei dem das Kind zu gleichen Teilen bei beiden Elternteilen lebt, wird die Düsseldorfer Tabelle ebenfalls angewendet, jedoch mit einer Besonderheit: Die Nettoeinkommen beider Elternteile werden addiert, und auf Basis des kombinierten Gesamteinkommens wird der Gesamtbedarf des Kindes ermittelt. Dieser wird dann im Verhältnis der Einkommen auf beide Elternteile aufgeteilt.
Verfahrenskostenhilfe und Unterhaltsvorschuss
Ist der unterhaltspflichtige Elternteil außerstande, den Mindestunterhalt zu zahlen, besteht für das Kind ggf. ein Anspruch auf Unterhaltsvorschuss gegenüber dem Jugendamt. Der Unterhaltsvorschuss gleicht die Differenz zwischen dem tatsächlich gezahlten Unterhalt und dem gesetzlichen Zahlbetrag aus und kann für Kinder bis 18 Jahre gewährt werden.
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